Ihr Oberbürgermeister für Pforzheim.

Stadtteilbesuch in Brötzingen.

Der dritte Stadtteilbesuch der Initiative Pforzheim führte gestern nach Brötzingen. Rund 25 Bürgerinnen und Bürgern waren der Einladung der Initiative gefolgt, darunter auch einige Vertreter des Weststadt-Bürgervereins.

Der Start des Rundganges in der Fußgängerzone brachte auch gleich ein Hauptanliegen vieler Bürgerinnen und Bürger auf die Agenda, nämlich der PKW-Verkehr in der Fußgängerzone im Zeitraum zwischen 16:30 und 18 Uhr. Hier müssen wir tatsächlich etwas tun, um klarzumachen, dass die Fußgängerzone grundsätzlich nur zu bestimmten Zeiten und auch nur für lokalen Lieferverkehr befahren werden kann. Generell gibt es in Brötzingen eine höhere Verkehrsbelastung, bei der wir aber langfristig durch die im Bau befindliche Westtangente dauerhafte Verbesserungen erzielen werden.

Zur Parksituation in Brötzingen wird in Kürze ein Flyer verteilt werden, der Auskunft darüber gibt, wo in Brötzingen geparkt werden kann. Zudem muss beobachtet werden, wie der Durchgangsverkehr besser kanalisiert und gesteuert werden kann. Hier sind die Beobachtungen des Bürgervereins sehr gut und wichtig für erste Einschätzungen.

In Sachen „Durchgangsverkehr“ haben wir in der Fußgängerzone auch direkt ein Fahrzeug ermittelt, das unsere Gruppe sogar direkt angesteuert hat. Es gab allerdings aufgrund der Bauart des Fahrzeuges keinen Grund zu Beanstandungen, zudem hatte das Fahrzeug der beiden jungen „Autofahrer“ einen umweltfreundlichen Elektroantrieb. 🙂

Fotos: Johannes Schönau

Rückblick auf den 36. Bühnenball des Theaters Pforzheim.

Der Bühnenball des Theaters Pforzheim ist das gesellschaftliche Event unserer Stadt und ein Kaleidoskop aus Theatereinlagen aller Disziplinen, Tanzmusik und bester Unterhaltung. Traditionell wird der Bühnenball daher vom Theater und des Fördervereins organisiert und findet – eine klare Auszeichnung der Arbeit – stets auch vor vollen Rängen im CCP statt. Und: Es darf getanzt werden!

Die überraschende Aufforderung von Markus Huber, Generalmusikdirektor der Badischen Philharmonie, den traditionellen Radetzky-Marsch von Johann Strauss zu dirigieren, war Ehre und Konzentration in einem. Ein exzellentes, philharmonisches Orchester zu dirigieren, ist harte Arbeit. Meine jahrelange Erfahrung als Orchester-Mitglied (ich spiele Cello) hat mir hier sehr geholfen, die Musiker aus dem Stand im nicht ganz einfachen Marsch zu dirigieren.

Spannung versprach auch die traditionelle Tombola mit vielen Preisen der Sponsoren:

Ziehung der Tombola beim Bühnenball; von links: Franziska Tiedtke (Sopranistin am Theater), Manfred Selzer (stellvertretender Verwaltungsdirektor am Theater), OB Gert Hager, Carsten von Zepelin (Vorsitzender Förderverein Theater Pforzheim), Uwe Dürigen (Verwaltungsdirektor am Theater)

Stadtteilbesuche im Arlinger und in Büchenbronn.

Vor-Ort-Besuche in den Stadtteilen sind für mich keine Fremdworte, sondern haben Regelmäßigkeit. Dennoch war der gestrige Nachmittag mit Stadtteilbesuchen im Arlinger und in Büchenbronn etwas besonderes, denn dazu rief die Initiative Pforzheim auf. In Büchenbronn kamen rund 15 Bürgerinnen und Bürger dazu, im Arlinger gar gleich 30.

Stadtteilbegehung im Arlinger.

Im Arlinger war der Treffpunkt am Arlinger-Brunnen, der gleich zu Anfang von Herrn Klaus Schnaebele erklärt wurde. Wussten Sie, dass der Brunnen in Eigenarbeit eines ortsansässigen Bürgers geschaffen wurde?

Erste Station war der Spielplatz am Arlinger Plätzle bei der „Lokomotive“. Hier gab es auch gleich eine Reihe von Vorschlägen der Beteiligten, besonders von zwei Kindern: Eine einfachere Rutsche ist gewünscht, ebenso die grundlegende Säuberung des Platzes und der Lokomotive von Unrat und Schmierereien. Unser Vorschlag: Das können wir recht schnell in einer Gemeinschaftsarbeit auf den Weg bringen.

Weitere Themen waren auf dem Spaziergang Fragen zum Tunnelabschnitt der Westtangente und Beantwortung von Fragen. Beispielsweise wird der Vortrieb aus Sicherheitsgründen in kleinen Schritten vorgenommen und nach jeder unterirdischen Sprengung werden umfangreiche Messarbeiten vorgenommen.

Stadtteilbegehung in Büchenbronn.

In Büchenbronn führte der Weg als erstes zum neuen, sehr modernen Feuerwehrhaus, das in Kürze eingeweiht werden soll und das fast hundertjährige Feuerwehrhaus ergänzen und entlasten wird. Verbunden damit ist allerdings die Sperrung des Vorplatzes aus Sicherheitsgründen und der Wegfall von bisherigen Parkplätzen. Bürgerinnen und Bürger verweisen hier darauf, dass zur Sicherstellung der Parksituation zusätzliche Parkplätze nötig sind. Die Stadt hat einen Ankauf eines privaten Grundstücks hierzu bereits in der Planung.

Noch in diesem Jahr soll der erste Abschnitt der Neugestaltung des Geländes um das Rathaus angegangen werden. Als weiteren Schritt geht man davon aus, dass in den Jahren 2019/20 zum Thema Ortskernsanierung das Sanierungsgebiet offiziell ausgewiesen werden kann.

Sehr gut aufgenommen wurde in Büchenbronn auch das Konzept des Ortsteil-Budgets, das für jeden Stadtteil ein eigenes Budget für bestimmte Aktionen im Bereich von Vereinen, Kitas, Schulen, Gestaltungsvorhaben etc. einräumt.

Interview zum Thema Kitas und Schulen.

Die inzwischen vielbeachtete Initiative Pforzheim, die mich in meinem Wahlkampf unterstützt, hat in den vergangenen Wochen Fragen von Pforzheimer Bürgerinnen und Bürgern gesammelt und umfangreiche Fragenkataloge erstellt.

Die daraus entstandenen Interviews veröffentlicht die Initiative nach und nach auf ihrer Website. Den Anfang macht das Thema Kitas und Schulen, das vor allem jungen Familien und Eltern sehr am Herzen liegt. Und nicht nur ihnen, sondern auch mir in meiner täglichen Arbeit als Oberbürgermeister.

Zum vollständigen Interview:

Ihre Fragen und meine Antworten zum Gewerbegebiet „Ochsenwäldle“.

Zu der Mitteilung vom Montag, dass es für das geplante Gewerbegebiet am „Ochsenwäldle“ an der Autobahnauffahrt Pforzheim-Süd mit der Porsche AG schon einen Interessenten für eine Ansiedlung gibt, haben mir Bürgerinnen und Bürger eine Reihe von Fragen eingesendet, die ich an dieser Stelle einmal beantworten möchte. Gern beantworte ich auch Ihre Frage, senden Sie mir dazu einfach eine Nachricht. Aber nun zu Ihren Fragen und meinen Antworten:

Warum ein Gewerbegebiet am “Ochsenwäldle”?

Wir haben in Pforzheim eine Reihe von Gewerbegebieten, allerdings sind deren Kapazitäten bereits so ausgeschöpft, dass es für Großansiedlungen von Unternehmen zunehmend schwieriger wird. Großansiedlungen sind jedoch für unsere Region wichtig und interessant, da vor allem aus dem Stuttgarter Raum eine Vielzahl von Nachfragen aus Unternehmen kommen, die Gewerbeflächen benötigen.

Uns kommt zugute, dass wir mit der ausgebauten Autobahn A8 und der Autobahnauffahrt Pforzheim-Süd eine hervorragende Anbindung nach Stuttgart haben. Die Anbindung an ein Gewerbegebiet an dieser Stelle wäre fast vollkommen verkehrsneutral für die Innenstadt.

Wie sähe ein Gewerbegebiet aus? Was plant Porsche?

Vor rund zweieinhalb Jahren gab es erste Gespräche mit der Porsche AG, die nun so weit sind, dass Porsche für rund 15 Hektar dieses Gewerbegebietes ein deutliches Interesse bekundet hat.

Porsche plant an diesem Standort einen so genannten “Supplier Park”. Das sind Zentren, die Autohersteller betreiben, um dort externe Dienstleister und Systemzulieferer unterzubringen, die hochwertige Komponenten für Porsche-Fahrzeuge in eigener Regie entwickeln, produzieren und betreuen.

Porsche benötigt solche Zentren mit Produktionsstandorten unter anderem im Hinblick auf die kommende Elektromobilität und vor allem in unmittelbarer Nähe zu den eigenen Produktionsstandorten. Automobilhersteller werden zukünftig nur noch wenige Teile selbst fertigen, sondern zu einem großen Teil von externen Unternehmen produzierte Komponente montieren. Die so genannte Fertigungstiefe, die Autohersteller wie Porsche selbst direkt leisten, wird auf Werte von 20 bis 30 Prozent zurückgehen.

Ist die Ansiedlung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen verbunden?

Davon ist auszugehen, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen darüber getroffen werden können. Da es sich aber um industrienahe und hochtechnologische Unternehmen handelt, die hier für Porsche tätig sind, kann man davon ausgehen, dass ein deutlicher Bedarf für Personal und auch für gut ausgebildete Fachkräfte entstehen wird.

Unser Standort Pforzheim ist auch im Hinblick darauf, dass wir ein Hochschulstandort sind – und zugleich ein Zentrum für eine Reihe von Unternehmen aus der Präzisionstechnik sowie für IT und Medien –  sehr interessant für entsprechende Unternehmen.

Warum ein Zeitraum von sechs Jahren bis zur Ansiedlung?

Das Gebiet für das zukünftige Gewerbegebiet ist noch vollkommen unerschlossen für ein Gewerbegebiet. Es sind daher zunächst Planungen und umfassende Untersuchungen notwendig, die bereits seit einiger Zeit laufen. Berücksichtigt werden muss hier auch die Bedeutung der ehemaligen Erddeponie an dieser Stelle und der ehemaligen Nike-Feuerstellung der US Army, die nördlich des zukünftigen Gewerbegebietes liegt.  Weil sich hier seltene Pflanzen angesiedelt haben, steht dieses Gebiet vollständig unter Naturschutz. Die Station ist zwar bereits seit vielen Jahren zurückgebaut worden, dennoch müssen bei einer Bebauung in der Umgebung eine Reihe von umweltspezifischen Prüfungen vorgenommen werden.

Wir rechnen von heute an gerechnet mit einem voraussichtlichen Zeitraum von sechs bis sieben Jahren.

Weshalb sind Unternehmensansiedlungen so wichtig und „Chefsache“?

Die Wirtschaftsförderung gehört zu den Aufgaben des Oberbürgermeisters, weil Wirtschaftsunternehmen mit Gewerbesteuerabgaben und der Schaffung von Arbeitsplätzen einen großen Beitrag zur Finanzierung des Haushaltes beitragen. Darüber hinaus sind sie auch wichtig für den Zuzug von Menschen, die sich in der Regel dort niederlassen, wo sie auch arbeiten.

Da es auch unter den Kommunen einen entsprechenden Wettbewerb um Gewerbeansiedlungen von Großunternehmen gibt, ist hier Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefragt.

Faschings-Kehraus in Dillweißenstein.

Dabei sein ist alles! Das gilt auch für den Schneemann im traditionellen Faschings-Kehraus, auch wenn es immer damit endet, dass der Schneemann dabei niemals gewinnt. Auch ich konnte ihn dieses Jahr nicht vor seinem verdienten Abtreten retten und so ging er seinen Weg, nachdem er kurz zuvor noch von mir und meinen OB-Bewerberkollegen seinen Kopf montiert bekommen hat.

Trotz des sehr ernsten Anlasses (darauf wird im Dillschdener Fasching großer Wert gelegt!) war die Stimmung prächtig. Mit der Verbrennung des Schneemannes schließt die Belrem-Gilde nun offiziell mit dem Winter ab.